Aktualisiert am: 22.10.2011 |
Neuigkeiten
Auch die BKU hat jetzt ihre Werbung, und zwar zusammen mit der KFG auf einem Fahrschul-LKW der Fahrschule Löwen. Hierfür bedanken wir uns ganz herzlich bei Herrn Gregor Löwen. Hoffentlich hat diese Werbung auch den gewünschten Effekt und wir können uns demnächst vor neuen Mitgliedsanträgen kaum noch retten !
Einen Tag lang auf der Autobahn MdL Fredi Winter schnupperte Autobahnluft
Seit zwei Jahren gibt es ein erfolgreiches Miteinander zwischen dem Neuwieder Geschäftsführer der BERUFSKRAFTFAHRER-UNION Rheinland-Pfalz e.V., Wolfgang Schiele und dem heimischen Landtagsabgeordneten Fredi Winter. Bei den verschiedensten Begegnungen wurden Themen erörtert wie "Truckercards" an Tank- und Rastplätzen, Lenk- und Ruhezeiten, fehlende Parkmöglichkeiten an den Autobahnen und Fernstraßen. Gerade überfüllte Rastplätze sind ein großes Problem für die Berufskraftfahrer. Oft stehen ihre Fahrzeuge in den Nächten bis in die Aus- und Auffahrten hinein.
Verpflegt wird sich oft im Freien und die Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer ist nicht gewährleistet. Für Fernfahrer zu hohe Preise in den Rasthäusern sind ein weiteres Problem. Fredi Winter konnte versichern, dass sowohl der Bund als auch das Land Rheinland-Pfalz derzeit an der Umsetzung des Programms zur Erweiterung von Lkw-Rastplätzen arbeiten und erste Vorhaben bereits verwirklicht sind. Um die Praxis eines Lkw-Fahrers im Alltag zu erleben, äußerte MdL Winter den Wunsch, einen Tag mitfahren zu dürfen. Dieser Bitte wurde gerne entsprochen und so starteten Wolfgang Schiele und Fredi Winter vor einigen Tagen. Um 04.00 in der Früh hieß es, für Fredi Winter zu einer sicherlich unüblichen Zeit, aufstehen und um 05.00 ging es mit einem 40-Tonner und 410 PS der Firma Kircher-Logistik los. Es galt Tonmehl nach Dortmund zu fahren und dort zu entladen.
Danach ging es ins sauerländische Geseke und mit 26 to Zement wurde die Heimfahrt nach Kruft angetreten. Hier erfolgte die Entladung in ein Silo der Fa. Quick-Mix und nach 13 Stunden Autobahn mit Be- und Entladen endete ein zumindest für den Abgeordneten aufregender Tag. Fredi Winter bedankte sich bei Wolfgang Schiele und in einem kurzen Gespräch im Büro auch bei Herrn Macedo von der Fa. Kircher-Logistik für die Möglichkeit des hautnahen Erlebens vieler neuen Eindrücke, die es ihm in seiner politischen Arbeit zukünftig erleichtern, sich für die Belange der Berufskraftfahrer einzusetzen. Wegen Überfüllung geschlossen "Wir werden mit
Unterstützung der Länder sofort beginnen, vorhandene Freiflächen auf
Rastanlagen für LKW-Parkplätze zu nutzen." Der "natürliche" Lebensraum des LKW ist bedroht, weil Stellplätze knapp werden. Der Bund verspricht Linderung der akuten Parkplatznot. Auch die Länder haben Konzepte in der Schublade - die Frage nur: Wann wirken die versprochenen Maßnahmen? 14.000 - diese beeindruckende Summe drückt die Not an und um die deutschen Autobahnen in Zahlen aus. 14.000 LKW-Stellplätze fehlen dem Straßengüterverkehr. 7.000 weitere Parkplätze sind schätzungsweise aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens bis 2015 zusätzlich notwendig. An Verkehrsknotenpunkten wie der A2 bei Hannover wird das Ausmaß der Parkplatznot tagtäglich auf dramatische Weise vor Augen geführt. Hier treffen die internationalen Verkehrsströme von Holland bzw. Polen aufeinander und vermischen sich mit dem bundesdeutschen Straßengütervekehr. Kolonnen von unzähligen 40-Tonnern verstopfen täglich ab 20 Uhr jede freie Fläche auf Autobahnrasthöfen - nicht anders präsentiert sich das Bild auf den unbewirtschafteten Parkplätzen entlang der Autobahn. Bis weit hinaus in die Einfahrt blockieren Brummis die Parkplatz-Zufahrt. Für Kollegen und PKW-Fahrer wird sie zum gefährlichen Nadelöhr. Anfang des Jahres kam es zum unvermeidlichen Gau: Ein PKW prallte an der Einfahrt der Raststätte Garbsen mit derartiger Wucht auf einen geparkten LKW, dass der Autofahrer starb. Doch nicht nur die akute Gefahr on abgestellten Fahrzeugen beschäftigt Verbände, Verkehrsexperten und Verkehrsteilnehmer. Ein drängendes Problem für betroffene Fahrer ist die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeiten: Nach viereinhalb Stunden ist eine Pause vorgeschrieben. Leider scheren sich die Lenk- und Ruhezeiten wenig um die zugespitzte Situation auf deutschen Rastanlagen. Lösungen müssen her, und zwar sofort.
Erste-Hilfe-Programm Bereits im umstrittenen Masterplan für Güterverkehr und Logistik verankert ist die Schaffung von zusätzlichen Parkflächen für LKW. Konkret lautet das Versprechen der Politik 11.000 zusätzliche Parkplätze bis 2012 zu schaffen. Bis 2015 will der Bund insgesamt 250 Mio. Euro für das Ausbauprogramm zur Verfügung stellen - 35 Mio. alleine für Sofortmaßnahmen noch in diesem Jahr. Dass es höchste Zeit wird, bestätigte jüngst die ernüchternde ZIwischenbilanz der vom Bundesministerium einberufenen Projektgruppe "Auitobahnparkplätze für LKW". Jetzt schlägt auch Verkehrsminister Tiefensee Alarm. Die verschärfte Situation soll durch Sofortmaßnahmen verbessert werden. Der Minister, der in letzter Zeit die Nähe der Fahrer suchte, folgt dabei dem Rat der Projektgruppe unter der Leitung von Ministerialdirigent Claus-Dieter Stolle: "Wir werden mit Unterstützung der Länder sofort beginnen, vorhandene Freiflächen auf Rastanlagen für LKW-Parkplätze zu nutzen. Wir erreichen damit eine spürbare Entlastung an den Autobahnen", ist sich Tiefensee der Wirkung des Erste-Hilfe-Programms sicher. Einige Länder gehen mit gutem Beispiel voran und präsentieren bereits ihre eigenen Maßnahmen gegen die Parkplatznot.
Allen Projekten auf Landesebene gemein ist die Idee, dem Parkplatzproblem zusätzlich mit High-Tech beizukommen. So liebäugeln Bund und Länder mit Lösungen, die Berufskraftfahrern unterwegs elektronisch die Parkplatzauslastung von Rastanlagen anzeigen. Denkbar wäre auch eine telematische Lösung, bei der die Parkplatzauslastung direkt auf das Display im Fahrerhaus gesendet wird. Es scheint, dass alle Beteiligten an einer pragmatischen Lösung des drängenden Problems Parklatznot interessiert sind. Inwieweit die vom Bund eingeleiteten Sofortmaßnahmen Wirkung zeigen bleibt abzuwarten. Bis sich die Situation entspannt, bietet beispielsweise der ADAC in Zusammenarbeit mit dem Trucker-Magazin einen lösungsorientierten Service für Berufskraftfahrer. Nach dem Prinzip des Staumelders können sich Verkehrsteilnehmer offiziell als Parkplatzmelder registrieren lassen und per Handy freie oder eben überfüllte Rastplätze melden. Diese Informationen werden vom ADAC gespeichert und auf Wunsch an andere Fahrer weitergegeben. Eine Idee, die zumindest auch kurzfristig funktionieren könnte. |